KI nach Branche

KI für Produktion und Bau

Das Angebot braucht drei Tage und bekommt der, der zuerst geschickt hat. Aufträge gehen per Telefon raus, der Baustellenbericht landet in einer Gruppe und verschwindet. Das ist Arbeit, die zurück ins System gehört.

In Produktion und Bau ist KI am wertvollsten, bevor der Auftrag beginnt — beim Aufmaß und beim Angebot. Aus einer Leistungsbeschreibung, einer Zeichnung oder einem Positionsverzeichnis entsteht eine Kalkulation mit Ihren Aufwandswerten und Ihren Preisen in Stunden statt Tagen, sodass Sie noch antworten können, solange der Auftrag offen ist. Der zweite Teil ist die Baustelle: Arbeitsauftrag aufs Handy, Bericht mit Foto und verbrauchtem Material, und eine Erfassung, die Soll und Ist zeigt, solange sich noch eingreifen lässt.

Was konkret automatisiert wird

Aufmaß und Angebot

ProblemDie Leistungsbeschreibung kommt als PDF oder auf Papier, und die Kalkulation wird drei Tage in Excel getippt.

LösungPositionen werden aus dem Dokument gelesen, mit Ihren Aufwandswerten und Preisen verknüpft und ergeben eine Kalkulation mit Marge, die Sie prüfen.

LieferumfangKalkulation als Tabelle und PDF-Angebot mit Ihrem Briefkopf.

Arbeitsauftrag aufs Handy

ProblemDer Auftrag wird telefonisch durchgegeben, danach weiß niemand, wer was gemacht hat und wie lange es dauerte.

LösungDie Kolonne bekommt den Auftrag mit Positionen und Material und schließt ihn mit Stunden und Foto ab.

LieferumfangBaustellenansicht im Browser, ohne Installation.

Baustellenbericht

ProblemFotos und Notizen landen in einer Gruppe, und einen Monat später findet sie niemand mehr.

LösungDer Tagesbericht wird vom Handy ausgefüllt, mit Fotos und Zeitstempel, und ordnet sich selbst dem Vorgang zu.

LieferumfangBautagebuch mit Archiv je Objekt.

Material und Verschnitt

ProblemBestellt wurde das eine, verbraucht das andere, und die Differenz zeigt sich erst am Ende.

LösungDer Verbrauch wird am Auftrag erfasst, sodass die Abweichung vom Aufwandswert während des Auftrags sichtbar wird, nicht danach.

LieferumfangMaterialerfassung je Objekt mit Soll-Ist-Vergleich.

Nachweise und Fristen

ProblemPrüfzeugnisse, Gewährleistung, Geräteprüfung, Höhenarbeitsschulung — ein Versäumnis bedeutet Stillstand oder Bußgeld.

LösungAlle Fristen an einer Stelle, mit Warnung und benannter Zuständigkeit.

LieferumfangDokumentenverwaltung mit Erinnerungen.

Katalog und technische Unterlagen

ProblemEin Kunde fragt nach einem Datenblatt, und es existiert in drei Fassungen auf drei Rechnern.

LösungEine Quelle für Unterlagen, mit Suche nach Bedeutung — Sie stellen eine Frage und erhalten Dokument und Seite.

LieferumfangDurchsuchbare Dokumentenbasis mit Versionskontrolle.

Warum das Angebot und nicht die Fertigung

Von KI in der Produktion werden Roboter und Ausfallvorhersage erwartet. Für einen Betrieb mit zwanzig Beschäftigten ist das nicht der erste Schritt, sondern der fünfte. Der erste ist das Angebot — denn dort geht Arbeit verloren, die bereits auf dem Tisch lag, ganz ohne Investition in Anlagen.

Was beim Ingenieur bleibt

  • Die Prüfung jeder Kalkulation vor dem Versand — die Maschine liest das Dokument, sie trägt nicht die Haftung.
  • Die technische Lösung und jede Abweichung von der Planung.
  • Risiko- und Arbeitssicherheitsbeurteilung.
  • Die Beziehung zum Auftraggeber und die Terminverhandlung.

So wird KI im Unternehmen eingeführt

  1. 01

    Eine Stunde Gespräch

    Wir messen, wie lange der Weg von der Anfrage zum versendeten Angebot tatsächlich dauert.

  2. 02

    Eine Aufgabe, nicht alle

    Fast immer Aufmaß und Angebot — dort liegt der Verlust.

  3. 03

    Einführung in zwei bis vier Wochen

    Umgesetzt auf Ihren Aufwandswerten und Ihren Lieferantenpreisen.

  4. 04

    Zwei Wochen Parallelbetrieb

    Kalkulationen entstehen auf beiden Wegen, bis sie bei echten Aufträgen übereinstimmen.

  5. 05

    Die nächste Aufgabe

    Dann Arbeitsaufträge und Baustellenberichte.

Häufige Fragen — Produktion und Bau

Liest das Zeichnungen?

Leistungsbeschreibungen, Positionsverzeichnisse und Texte liest es zuverlässig. Zeichnungen teilweise und immer mit Prüfung — auf einer Zeichnung verzeiht ein Fehler nichts, deshalb verlässt sich dort nichts auf Automatik.

Unsere Aufwandswerte stehen im Kopf, nicht in einer Tabelle.

Dann ist der erste Schritt, sie aufzuschreiben. Das sind einige Tage Arbeit und lohnt sich auch ganz ohne Software — ein Betrieb, dessen Kennwerte in einem Kopf liegen, kann nicht wachsen.

Unsere Leute auf der Baustelle haben keine guten Handys.

Die Baustellenansicht läuft auf älteren Geräten und bei schwachem Netz, mit Zwischenspeicherung bei Abbruch. Verlangt sie neuere Geräte, ist sie falsch gebaut.

Wir haben ein ERP. Läuft das darüber?

Es läuft daneben. Das ERP bleibt die Wahrheit für Bestand und Finanzen, und diese Schicht löst, was ERP-Systeme traditionell schlecht können — schnelles Angebot und Erfassung von der Baustelle.